Großer Einsatz für den „kleinen“ aber herausfordernden Wuzzelauf – Bernd Krause, Vorsitzender der TSG Altenhain, im Läuferdialog

LD_Bernd_Krause_finalHallo Bernd, schön, dass wir auch nach der sehr planungsaktiven Eschathlon-Zeit heute zusammensitzen. Nach dem Lauf ist ja bekanntlich vor dem Lauf und nun steht am 10. September der 10. Wuzzelauf in Bad Soden bei der TSG Altenhain vor der Tür!

Was für ein Lauf wird das werden? Und warum sollten gerade die fleißigen Eschathleten vom Juni nun hellhörig werden?
Mit ca. 300 Läufern zählt der Wuzzelauf noch zu den „Kleinen“ in der regionalen Lauf-Branche. Der auffällige Name hat sich allerdings etabliert, man kennt ihn inzwischen auch überregional. Er wird als sportliche Herausforderung angesehen, denn mit 215 bzw. 343 Höhenmetern auf 10 bzw. 21,1 km Distanz ist er auch kein Pappenstiel ;-).

Es steht dieses Jahr der 10. Wuzzelauf an, was wir zum Anlass genommen haben, ein paar Neuerungen für die Veranstaltung einzuführen.
Wir bieten nun ein Team-Event für Firmen an – mit Prämierung für das läuferstärkste Firmen-Team.
Außerdem gibt es ja seit zwei Jahren die „Taunus-Lauf-Challenge“ als Gemeinschaftswertung der Halbmarathonläufe zusammen mit den beiden Folgesonntagen in Engenhahn („Gickellauf“) und Kronberg („Altkönig-Lauf“). Dieses Jahr wird dieser Wettbewerb erstmals auch über die 10 Kilometer-Distanz ausgeschrieben.
Die Kinderläufe sind uns seit dem ersten Lauf in Altenhain eine Herzensangelegenheit und so wird es auch weiterhin den 0,5 km-Lauf als Angebot für den Kindergarten (bis 6 Jahre) geben.
Neu ist für die Schüler der 1.- 4. Klasse, dass für sie nun Staffelläufe angeboten werden.

Prima – dann bringe ich natürlich meine Kinder auch mit am Wuzzelauf – Tag!

Hellhörig sollten die Eschathleten deshalb werden, weil die Eschborner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von Christian Hecht (siehe großes Foto rechts) eine besondere Spendenaktion geplant hat. Und zwar spendet er jeweils 8 Euro für alle diejenigen Läufer, die an beiden Veranstaltungen teilnehmen – in Eschborn und in Altenhain.
Die Spendengelder gehen dann an ARQUE e.V. und die Demenzbetreuung der Andreasgemeinde in Niederhöchstadt.

Und nun mal Näheres zu Dir, Bernd. Was ist Deine Funktion bezüglich des Wuzzelaufs in Bad Soden?  
Ich bin Vorsitzender der knapp 900 Mitglieder zählenden TSG Altenhain 1900 e.V. und außerdem auch der Lauftreffchef. Beim Wuzzelauf bin ich natürlich komplett in die Organisation eingespannt und an dem Tag direkt übernehme ich auch noch die Moderation.

Was war Dein erster Kontakt mit Sport bzw. mit dem Laufen?
Als ich 1968 sechs Jahre alt war, gab es in Altenhain nur Handball als praktikables Sportangebot, was man innerörtlich zu Fuß erreichen konnte. Ein heute selbstverständliches „Elterntaxi“ war Traumwelt. Verletzungsbedingt habe ich 2002 mit dem Handball aufgehört. Mit der Übernahme des TSG Vorsitzes 2007 erfolgte im gleichen Jahr die Gründung des TSG-Lauftreffs.

Wie oft und wie lange betreibst Du durchschnittlich pro Woche?
Die seit Jahren fest etablierten 3 Termine unseres Lauftreffs in Altenhain bestimmen meinen Sportkalender. Die Gruppe treibt, einfach wegbleiben geht nicht. Im Winter laufe ich etwas weniger, aber eigentlich kontinuierlich das ganze Jahr über. Ungefähr 1 Stunde für 8 – 10 km pro Einheit.

Wie gehst Du mit Wettkämpfen um- wie sieht z.B. dein Powerfrühstück aus, was sind Deine Vorbereitungstipps und was gönnst Du Dir, wenn der Wettkampf erfolgreich gemeistert ist? 
Naja, liebe Barbara, mit meinen inzwischen 55 Jahren kann man eigentlich nur noch bedingt von richtigen Wettkämpfen sprechen. Die eigentliche Teilnahme steht eher im Vordergrund anstatt eine Bestzeit. Das Laufen verstehe ich als Ausgleichssport und regelmäßige Herausforderung, etwas für meine Gesundheit zu tun.
Wenn ich dann bei einem Wettkampf teilnehme, dann auf jeden Fall immer ohne gefrühstückt zu haben. Nur hinreichend Flüssigkeit ist wichtig aus meiner Sicht. Im Anschluss an einen Laufwettbewerb gibt’s auf jeden Fall Streuselkuchen, an den denke ich regelmäßig, wenn es zwischendurch einmal wehtut.

Auf den Kuchen freue ich mich auch immer 😉 – dann werden wir uns hoffentlich dazu im Ziel treffen, Bernd!
Was macht den Eschathlon attraktiv für Dich?
Ganz klar die tolle Kooperation, die wir jetzt in 2017 das erste Mal praktizieren können, dergestalt, dass wir gegenseitig für einander Werbung machen.
Darüber hinaus die tolle Organisation und der schöne Rahmen der insgesamt beim Eschathlon geschaffen wird.

Welches Zielzeit möchtest du bei Deinem nächsten Lauf auf dem Zieldisplay sehen?
Endlich wieder einmal auf 10 km unter 1 Stunde liegen – leichter geht das natürlich bei Läufen außerhalb des Taunus.

Wie sollten Kinder / Jugendliche generell an Sport oder speziell an Laufen herangeführt / dauerhaft begeistert werden?
Der Schlüssel zum Erfolg ist eine langfristig angelegte, aktive Betreuung der Kinder und Jugendlichen durch lokale Breitensportvereine mit kompetenten Übungsleitern. Meiner Meinung nach schon sehr früh über eine mehrstufige Entwicklung, beginnend mit der Krabbelgruppe, über das Mutter & Kind Turnen bis hin zu frühen Mannschaftssportangeboten. Meistens kristallisieren sich besondere Talente unter anderem auch hinsichtlich des Laufens sichtbar früh heraus, so dass eine verantwortungsbewusste Kontaktherstellung zu Vereinen mit höherem Niveau vorgenommen werden kann.

Und was machst Du eigentlich, wenn Du gerade nicht für die TSG Altenhain unterwegs bist?
…dann bin ich beruflich im Immobilien- und Bauwesen eingespannt und jetzt auch noch FDP-Stadtverordneter in Bad Soden.

Vielen Dank für unser Interview, Bernd! Für den Wuzzelauf wünschen Dir die Eschathleten natürlich großartiges Gelingen an dem Tag und auch im Vorfeld – für alle Helfer und Läufer! Und für Dein eigenes Laufen weiterhin viel Freude, Power und stets fröhliche Mitstreiter um Dich herum!

Link: 10. Wuzzelauf (ARQUE) am 10.09.2017

Bildunterschrift – kleines Bild:
Barbara Schwefer (Redaktion Läufer-Dialog vom Team Eschathlon) ist Mitglied in beiden Vereinen, also beim Stadtlauf-Verein Eschborn e.V. und bei der TSG Altenhain 1900 e.V.. Sie interviewt hier den 1. Vorsitzenden der TSG, Bernd Krause.

Bildunterschrift – großes Bild
(von links nach rechts): Jürgen Wrona (1. Vorsitzender des Stadtlauf-Vereins Eschborn e.V.), Barbara Schwefer (s.o.), Bernd Krause (s.o.) und der Initiator der 442-Spendenaktion, Christian Hecht (Team Eschathlon, Spende je 8 Euro für jeden „Doppel“-Läufer, s.o.), zusammen beim diesjährigen 19. Höchster Kreisstadtlauf am 25. Mai 2017.

Autor: Barbara Schwefer