Die Halbmarathonläuferinnen und -läufer laufen nach der ersten Runde schon mal probeweise durchs Ziel. Und das Maskottchen Eschi schaut konzentriert zu!

Um 16:57 Uhr am Sonntagnachmittag war es geschafft: Alle acht Läufe waren absolviert, Urkunden, Medaillen ausgegeben, die Siegerinnen und Sieger mit Pokalen geehrt – und auch die 360°Arena auf dem Eschenplatz und das Meldebüro wieder aufgeräumt, Start und Zielbögen fürs nächste Mal eingepackt. Müde, aber hochzufrieden konnte der Vorstand des ausrichtenden SVE Eschathlon und das gut 30-köpfige Organisationsteam des SVE-Eschborn eine erste Tagesbilanz ziehen.

Dabei mussten die Organisatoren bis Donnerstagnachmittag noch wegen einer unerwarteten Baustelle an der Hauptstraße unmittelbar vor dem Eschenplatz zittern. „Wir sind sehr dankbar und froh, dass dieses Problem so schnell und tatkräftig gelöst wurde. Danke an die Stadt Eschborn und die beteiligten Baufirmen! Ohne deren Einsatz wäre das zu einem richtigen Problem für uns und unsere Läuferinnen und Läufer geworden.“ bedankt sich Vereinsvorsitzender Jürgen Wrona.

So konnte dann um 8:15 Uhr Bürgermeister Shaikh den Startschuss für den ersten Wettbewerb – traditionell ist das der Halbmarathon – geben. Angefeuert vom Vereinsmaskottchen Eschi und der brasilianischen Sambatrommler „Bloca da Gringa“. Im Lauf des Vormittags füllte sich auch der Eschenplatz während die weiteren Laufwettbewerbe mit immer mehr Zuschauerinnen und Zuschauern. „Als um 10 Uhr die 10‑Kilometer‑Läuferinnen und -Läufer gestartet sind, habe ich erst mal tief durchgeatmet“, erzählt die 2. Vorsitzende Sibylle Stein, „Wir waren sehr gespannt, wie der Wechsel auf den Eschenplatz funktioniert und ob unser neu konzipierter Aufbau mit Start‑/ Zielbereichen, Bühne, Versorgung, Getränkeständen und Technik so aufgeht, wie wir es geplant hatten. Umso schöner war es zu sehen, dass alles gut geklappt hat und die Stimmung auf dem Platz so positiv war.“

Wie jedes Jahr ein Highlight des Eschathlon: der Bambini-Lauf – und natürlich werden auch die jüngsten Läuferinnen und Läufer von Bloco da Gringa und dem Publikum angefeuert.

Aber alles hat ganz gut geklappt und Jürgen Wrona ergänzt: „Unser Konzept ist im wesentlichen aufgegangen – wir werden schauen, wo wir noch optimieren können. Die Rückmeldungen waren bisher durchweg positiv Deshalb bin ich und sind wir alle im Orgateam hochzufrieden. Das war eine tolle Atmosphäre und wir haben acht klasse Wettbewerbe mit erlebt.“

Trotz des Umzugs auf den Eschenplatz und den damit verbundenen Änderungen ist die Premiere des Eschathlon auf dem Eschenplatz gelungen. Das Wetter hat einigermaßen mitgespielt, die etwas kühleren Temperaturen haben dazu beigetragen, dass der ASB kaum etwas zu tun hatte. Ein technisches Problem der Messstationen konnte relativ rasch durch den Dienstleister beseitigt werden, so dass alle Läuferinnen und Läufer ihre Ergebnisse noch am Sonntag abrufen konnten.

Möglich wurde auch dieser 13. Eschathlon nur, weil viele Menschen sich ehrenamtlich an der Durchführung beteiligen: Schon am Freitagfrüh um 8 wurde das Packen der Läuferbeuteln vorbereitet: Mehr als 20 Helferinnen und Helfer sind viele Stunden damit beschäftigt, 25.000 Einzelteile in die 3.400 Beutel zu packen – darunter allein 100 kg Müsliriegel. Der Aufbau des Eschenplatzes startet dann am Samstag mit 10 Helferinnen und Helfern und geht Sonntagmorgen um 6 Uhr weiter.

Hubert Leitermann vom SCK Kelkheim hat mit sage und schreibe 92 Jahren den FitWalk in 59 Minuten absolviert und erhält als ältester Teilnehmer des Eschathlon von Bürgermeister Adnan Shaikh einen Pokal überreicht.

„Der Aufbau ist einerseits technisch anspruchsvoll und andererseits körperlich wirklich fordernd“, erläutert Sibylle Stein: „Allein der Zielbogen braucht fünf kräftige und gut trainierte Menschen. Und auch beim Verteilen der 3 Tonnen Wasser und 20.000 Becher auf die Wagen sind starke Arme gefragt, bevor alles an die mit 40 Helferinnen und Helfern besetzten Wasserstände geht. Insgesamt sichern 80 Streckenposten im ganzen Stadtgebiet die Strecke ab – das ist eine riesige gemeinsame Leistung.“

Abschließend resümierte Vorsitzender Jürgen Wrona „Und es gibt noch viel mehr Aufgaben; die kann man gar nicht alle im Detail erläutern. Am Ende sind wir eine Mannschaft mit über 250 Helferinnen und Helfern. Das macht den Eschborner Halbmarathons aus, dass wir ganz viel selbst stemmen. Selbstverständlich sind auch die Unterstützung der Stadt Eschborn, vor allem der Bauhof, und unserer Sponsoren tragende Säulen des Eschathlon. Ihnen gilt unser Dank ganz besonders, wie auch der Stadtpolizei, dem ASB, der Feuerwehr. Im Jahr des Ehrenamts ist es uns aber besonders wichtig, die herausragende Rolle der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu betonen und uns für deren Unterstützung zu bedanken. Dazu kommt ja, wie viele Eschbornerinnen und Eschborner mitlaufen und anfeuern. Man kann sagen: Eschborn lebt den Eschathlon! Und wir freuen uns schon auf den nächsten Eschathlon am 13. Juni 2027.“

 

Jeder Eschathlon ist das Ergebnis großartiger Teamwork: Das Orgateam freut sich schon auf den nächsten Eschborner Halbmarathon am 13.Juni 2027