Mobil in Beruf & Freizeit – unterwegs im Biketempel-Bus, mit dem Rad oder in Laufschuhen – Stefan Trauth im Läuferdialog

LD_2018_Trauth_Stefan_Gesamtbild_finalHallo Stefan, Eschborn und Umgebung kennt Dich durch Deinen orangefarbenen Biketempel-Bus, der als mobiler Fahrradladen bekannt ist.
Du machst also nicht nur selbst gerne Sport, Du arbeitest auch daran, dass andere sportlich bleiben können oder werden ;-).

Was für eine Idee steckt hinter dem „Biketempel“ und seit wann gibt es diesen Service mit dem Biketempel-Bus in Eschborn und Umgebung?
Der Biketempel-Bus ist beim VR-Leasing Charity Lauf 2014 zum ersten Mal zum Einsatz gekommen. Im Bus kümmern wir uns um die Alltagsprobleme der Fahrradfahrer: Wir reparieren Räder, kümmern uns um deren Wartung und verkaufen auch das ein oder andere Fahrrad. In der Regel werden uns die Räder morgens gebracht, von uns wieder in Ordnung gebracht und können am gleichen Tag gegen Nachmittag bzw. zum Feierabend wieder abgeholt werden.

Zusätzlich bieten wir auch einen kostenlosen Hol- und Bring-Service an. Wir holen defekte Räder am Wunschort ab, kümmern uns um diese und bringen sie anschließend wieder zum Kunden zurück.

Während der Saison, die übrigens Ende März wieder startet, sind wir jede Woche an den Standorten Eschborn, Eschborn Süd und Frankfurt Höchst zu finden.

Zum Biketempel gehört mittlerweile auch eine stationäre Fahrradwerkstatt in Frankfurt Sossenheim, eine große E-Bike-Vermietung und die Betreuung von gewerblichen genutzten Fahrradflotten.

Für Familien sind übrigens unsere Lastenräder eine tolle Sache – mit einem solchen Rad begleite ich beim Eschathlon jedes Jahr den ersten Läufer des Halbmarathons ins Ziel!

Also fährst Du jedes Jahr beim Eschathlon als Allererster durchs Ziel? Das klingt gut! 😉

Bist Du dann überhaupt daran interessiert, beim Eschathlon auch selbst einmal mitzulaufen? Beim Eschathlon-Lauftreff am Samstagmorgen warst Du schließlich auch schon dabei…
Klar bin ich daran interessiert dort auch einmal selbst zu starten, aber bei einer solch großen Veranstaltungen wird auch die ein oder andere helfende Hand benötigt. Beides gleichzeitig unter einen Hut zu bekommen ist schwierig.
Als erster vorne die Richtung anzugeben macht aber viel Spaß und ich kann das Rennen wirklich hautnah mitverfolgen.

Zusätzlich gibt es ja auch noch die Rolle als Papa und Ehemann. So werden dieses Jahr sicher meine drei Söhne, ggf. auch meine Tochter und meine Frau teilnehmen. Es sollte dann keine Langweile aufkommen.

Welche Zielzeit möchtest Du bei Deinem nächsten Lauf auf dem Display sehen und welcher Lauf wird das sein?
Was das „Wo“ für einen Lauf angeht, bin noch unschlüssig. Aber es gibt zwei konkrete Ziele: Die 10 km unter 45 Minuten zu laufen und endlich einen Marathon in unter 4 Stunden zu finishen.

Wie oft und wie lange betreibst Du durchschnittlich Sport pro Woche?
Sportlich habe ich länger pausiert und erst im Winter wieder richtig damit begonnen. Mittlerweile laufe ich täglich und komme so pro Woche auf ca. 6 – 8 Stunden.

Was ist denn derzeit Dein Lieblingssong für deine Lauf-Playlist?
„Thunder“ von Imagine Dragons. https://www.youtube.com/watch?v=fKopy74weus&t=4s

Was war Dein erster Kontakt mit Sport bzw. mit dem Laufen?
Der erste Kontakt war das Kinderturnen beim SG Sossenheim mit 4 oder 5 Jahren. Danach habe ich viel ausprobiert: mit dem Radfahren habe ich mit 13 Jahren angefangen und mit 14 Jahren mit dem Schwimmen. Bin dann aber länger beim Kunst- und Turmspringen hängen geblieben.

Wenn Du Dich entscheiden müsstest: Eher Rad oder lieber Laufen? Oder beides – also in Form von einem Duathlon?
In jedem Fall mag ich den Herbst und Winter mit Schlamm, Regen und viel Dreck. Daher nehme ich regelmäßig an Cross-Duathlon-Wettbewerben teil. Laufen kann man allerdings etwas einfacher in den Alltag integrieren, daher kommt das Radfahren etwas zu kurz. Aber ich mache beides gerne!

Was hat sich in Deinem Leben grundlegend geändert, seitdem Du Sport machst?
Als erstes natürlich die Frisur ;-)!
Spaß beiseite – der Sport beschert mir den nötigen Ausgleich und Distanz zum Job und der Familie, so dass ich auch mal Phasen des „Nicht-Denkens“ und der Selbstbeschäftigung habe & nutze und danach viel kreativer weiterarbeiten kann.

Gibt es eine besondere Geschichte/Ereignis, das Dich zum Sport gebracht hat bzw. warum Du dabeigeblieben bist?
2007 habe ich durch meine Frau angefangen zu laufen. Zuerst ging „nichts“ und ich musste erst einmal „laufen lernen“. Ein halbes Jahr später probierte ich mich aber schon an meinem ersten Marathon, den ich aber als einzigen Lauf überhaupt vorzeitig beenden musste…
Insgesamt habe ich mittlerweile 15 Marathons und 3 Ultramarathons gefinished und mich sogar am Ironman in Frankfurt versucht. Leider musste ich diesen aufgrund starker Verbrennungen an Schulter und Rücken durch die starke Sonne auf der Laufstrecke vorzeitig beenden. Die großen Brandblasen haben mich aber noch einige Wochen danach an diese Veranstaltung erinnert.

Mein schönstes Lauferlebnis bisher war mein erster Frankfurt-Marathon 2013 zusammen mit Hassan Kurt. Diesen bin ich „Auge-in-Auge“ gelaufen, da Hassan ja rückwärts läuft. Die Reaktionen des Publikums waren positiv prägend und etwas ganz Besonderes für mich.

Wie gehst Du mit Wettkämpfen um- wie sieht z.B. dein Powerfrühstück aus, was sind Deine Vorbereitungstipps und was gönnst Du Dir, wenn der Wettkampf erfolgreich gemeistert ist?
Zum Frühstück gibt es ein Weißmehl-Brötchen mit Nutella (und Butter ;-)).
Nach einem Wettkampf gönne ich mir gerne Süßigkeiten… am liebsten die altbekannten „Colakracher“ und englisches Weingummi.
Koffein und Alkohol meide ich übrigens generell…

Was macht den Eschathlon attraktiv für Dich?
Vor allem, dass ich seit dem ersten Eschathlon quasi „das Führungsfahrrad“ bin und den ersten Läufer ins Ziel begleite.
Außerdem haben Veranstaltungen in der Heimat immer ihren besonderen Reiz im Sinne eines „Heim-Grand-Prix“.

Wie sollten Kinder / Jugendliche generell an Sport oder speziell an Laufen herangeführt / dauerhaft begeistert werden?
Meiner Meinung nach ist die Vorbildfunktion der Eltern hier wichtig. Außerdem sollten sich die Kinder ausprobieren können und verschiedene Sportarten testen, bevor sie sich festlegen.
Wichtig ist auch, dass die Kinder lernen, Sieg & Niederlagen zu verarbeiten und dass sie Anerkennung für ihre sportlichen Leistungen bekommen.

Wie beschreibst Du Deine sportliche Einstellung ganz allgemein?
Für mich ist Bewegung wichtig – egal in welcher Form und in welchem Alter!
Die Kinder bekommt man auch am besten weg von Handy und Playstation, indem man sie für Sport & Bewegung begeistert.
Mit dem „Biketempel“ möchte ich die Leute zusätzlich mobil halten, da sie ja als Fahrradfahrer auf dem Weg zur Arbeit ihr Rad morgens abgeben können und abends repariert abholen können. Hier braucht also niemand aufs Auto umzusteigen!

Vielen Dank für Deine Antworten, Stefan. Und natürlich für Deine Hilfsbereitschaft beim Eschathlon, mit dem Führungsrad vorneweg zu fahren!
Da viele Eschathleten mittlerweile auch am Triathlon-Sport interessiert sind, werden in der kommenden Saison sicher einige Räder bei Dir zur Reparatur kommen ;-). Vielleicht benötigt der ein oder andere sogar ein neues Fahrrad? Ich selber schaue sicher bald wieder vorbei – Euer Service war schon 2017 top!
Auf eine gute neue Saison für Dich mit dem Biketempel und zusammen mit dem Team Eschathlon beim Radeln und Laufen!

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Autor: Barbara Schwefer