Älter werden und mobil & beweglich bleiben – Läuferdialog mit Waltraud Hahn

LD_Waltraud_2019_Feb_KombiBild_finalWer Waltraud Hahn beim Lauftreff oder in der Halle beim Fitnesstraining trifft, sieht ihr ihr Alter nicht an. Dank viel Bewegung wirkt sie jugendlich und frisch – und das mit über 60 Jahren! Bandscheibenvorfälle drohten sie einzuschränken, aber Waltraud, die als Postzustellerin schon immer viel auf den Beinen war, nahm die Flucht nach vorne, buchte ein Laufseminar und meldete sich 2015 zum Eschathlon an. Seitdem ist sie jedes Jahr dabei, und ihre Zeit in 2018 war genau dieselbe wie 2014!  

Was ist Deine „Lieblings-Distanz“ für Dich im normalen Trainingsalltag?
Ich fühle mich am wohlsten beim gemeinsamen Lauftreff am Samstagmorgen, so etwa 5 km absolviere ich da mindestens.

Welche Zielzeit möchtest Du bei Deinem nächsten Lauf auf dem Display sehen und welcher Lauf wird das sein?
Mein nächster Laufevent ist der Lauf für Mehrsprachigkeit in Frankfurt Ginnheim, da will ich die 10 km Distanz in unter 60 Minuten schaffen, da unterscheidet sich mein Ziel nicht von dir, obwohl du ja  ein paar Jahre jünger bist! Da die Saison ja erst beginnt, wird es vielleicht nicht auf Anhieb klappen, aber dann beim Eschathlon!

Wie oft und wie lange betreibst Du durchschnittlich Sport pro Woche?
Ich gehe regelmäßig ins Fitness-Studio und versuche, mindestens dreimal die Woche eine Stunde zu schwimmen. Aber auch Fitness Einheiten wie samstags morgens beim Shane und Rückenfit, Joga und „Bauch-Beine-Po“ besuche ich gerne. Da kommen schon einige Stunden zusammen.

Was ist denn derzeit Dein Lieblingssong für deine Lauf-Playlist?
Ich laufe meist auf der Straße, da ist es besser, auf die Geräusche um mich herum zu hören. Oder in Gesellschaft, da wäre ein Knopf im Ohr auch störend. Wenn ich also einen Song empfehlen soll, dann den Eschathlon-Song! Ich freue mich schon auf den 16.Juni !  https://youtu.be/BLIos7rUYho

Was war Dein erster Kontakt mit Sport bzw. mit dem Laufen?
Schon bei der Post hatten wir ein kleines Fitness-Studio, wo ich gerne die Geräte ausprobiert habe, die die anderen nicht so mochten. Da habe ich auch mal einen Übungsleiterschein gemacht. Und auf Seminaren bin ich auch öfter mal mit einer Kollegin mitgelaufen.

Gibt es eine besondere Geschichte/Ereignis, das Dich zum Sport gebracht hat bzw. warum Du dabeigeblieben bist?
An meinem Schwiegersohn, Patrick Leitzbach (siehe Läuferdialog vom 6.Juni 2017) habe ich gesehen, dass das Laufen zu einem gesünderen Leben beitragen kann und gute Laune macht. Von ihm habe ich vom Eschathlon erfahren, da er ja von Anfang an dabei war.  Meinen ersten Eschathlon wollte ich dann auch mit professioneller Unterstützung vorbereiten. Aber leider erwies sich der Anfängerkurs, den ich bei mir im Sportverein belegt hatte, als ein Reinfall. Ich konnte denen nicht folgen, stand etwas verloren im ehemaligen Bundesgartenschaugelände und dachte: „Wo laufen die denn hin?“ Die Übungsleiterin hat mir dann mitgeteilt, ich sei dort nicht richtig. Aber da habe ich nicht aufgegeben, sondern mir eine andere Möglichkeit gesucht. Und die habe ich beim Eschathlon beim Lauftreff, der ja zunächst noch freitags abends stattfand, gefunden.

Wie sollten Kinder / Jugendliche oder auch Ältere generell an Sport oder speziell an Laufen herangeführt / dauerhaft begeistert werden?
In meiner Kindheit war für Sport nicht viel Platz. So etwas wie den Bambini-Lauf gab es damals nicht. Aber das ist natürlich eine gute Gelegenheit, auch schon die Kleinen zum Laufen zu bringen. Begeistern für das Laufen kann man jede Altersgruppe, auch 80jährige gehen noch an den Start und das halte ich auch für wichtig. Dafür braucht es dann natürlich angepasste Trainingsgruppen: für Kinder, Jugendliche, Erwachsenen und Senioren. Ich denke, wenn man da seinen Platz gefunden hat, macht es auch dauerhaft Spaß.

Was macht den Eschathlon attraktiv für Dich?
Bei meiner ersten Teilnahme war ich die allerletzte Läuferin, die ins Ziel kam. Auf den letzten Metern hat mich dann Hassan Kurt begleitet und es gab jede Menge Applaus, als ich es geschafft hatte. Das finde ich wunderbar: nicht nur die schnellsten und besten Läufer/innen werden geehrt, sondern Respekt vor der persönlichen Leistung jedes und jeder Einzelnen wird ganz groß geschrieben.

Wie gehst Du mit Wettkämpfen um- wie sieht z.B. dein Powerfrühstück aus, was sind Deine Vorbereitungstipps und was gönnst Du Dir, wenn der Wettkampf erfolgreich gemeistert ist?
Morgens vor dem Wettkampf gibt es bei mir eine Banane und Tee, die Vorfreude ist die beste Vorbereitung! Im Ziel freue ich mich über eine Medaille, einmal gab’s auch ein Fitness-Tuch.

Was hat sich in Deinem Leben grundlegend geändert, seitdem Du Sport machst?
Meine Einstellung zu Bewegung insgesamt hat sich verändert, Gymnastik und Gleichgewichtsübungen vermitteln mir ein gutes Körpergefühl. Es gehört natürlich auch ein wenig Disziplin dazu, gerade morgens früh zum Schwimmen zu gehen, wenn das Becken noch leer ist.

Wie beschreibst Du Deine sportliche Einstellung ganz allgemein?
Mein Ziel ist es, trotz der zunehmenden Zahl an Lebensjahren mobil und beweglich zu bleiben. Dafür probiere ich gerne immer neue Übungen aus. Aber auch dem Eschathlon werde ich treu bleiben, denn Bewegung in Gemeinschaft macht mir besonderen Spaß!

Liebe Waltraud, vielen Dank  für das Interview! Toll, dass auch Dir das Laufen gute Laune macht, die Du ja in der Betreuungsarbeit mit Senioren gut gebrauchen kannst. Für Dein Ziel, die 10 km in unter 60 Minuten zu laufen, wünsche ich Dir, dass es am 7. April im Niddapark klappt. Aber, dass man nach 10 km Laufen auch mit einer Zeit von 1 Stunde 45 Minuten beim Eschathlon gebührend im Ziel empfangen wird, sollte vielen Mut machen, es in diesem Jahr auch mal zu probieren. Ich bin sicher, Du wirst auch den spät ins Ziel Kommenden applaudieren!

Empfohlener Link von Waltraud:
-> http://mehrsprachig-laufen.de

Autor: Marlis Sieburger